Andrew Solomon

In der frühkindlichen Pädagogik ist oft von einer „wertschätzenden Grundhaltung“ die Rede, das heißt Kinder oder andere Leute auch dann noch freundlich zu betrachten, wenn einem ihr Verhalten falsch oder unverständlich erscheint, zunächst einmal davon auszugehen, dass es einen „guten Grund“ für dieses Verhalten gibt und sich vor allem nicht persönlich angegriffen zu fühlen.

Andrew Solomon nimmt in seinen Büchern genau so eine Grundhaltung ein und ermöglicht es so dem Leser sich in ganz unterschiedliche Lebenswelten hineinzugeben, aus der eigenen kleinen Welt auszusteigen, Empathie zu lernen und zu verstehen, was Inklusive wirklich bedeutet: Dass wir alle Unterschiedlich sind und nicht: Normale und Andere, dass jeder bei allem mit machen können sollte und dass dazu alle beitragen sollten, nicht nur die jeweils Betroffenen. 

Nicht die Rampe darf fehlen, sondern die Treppe, weil nur die Treppe Leute von der Benutzung ausschließt. Und es ist nicht die alleinige Aufgabe des Rollstuhlfahrer sich für den Bau einer Rampe einzusetzen, sondern die Aufgabe aller. Und die Rampe wird nicht am Nebeneingang gebaut, sondern an den Haupteingang. 

Das Buch „Far from the Tree“ (dt. Weit vom Stamm) handelt von Eltern mit Kindern, die von der Norm abweichen, weil sie zum Beispiel taub oder hochbegabt, das Ergebnis eine Vergewaltigung oder autistisch sind. Wenn man das Buch liest und verinnerlicht, ist das mit der wertschätzenden Grundhaltung für immer klar und das mit der Inklusive auch. Als Einstieg hier noch zwei TED Talks von Solomon:

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Andrew Solomon

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